Ueli Burkhalter

Wie stärken wir unsere Kirchgemeinden und die regionale Zusammenarbeit?

Erkenntnisse<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-diessbach.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>182</div><div class='bid' style='display:none;'>5161</div><div class='usr' style='display:none;'>9</div>

Ein Dialogabend mit Martin Koelbing in Busswil
Ueli Burkhalter,
Die drei Kirchgemeinden Büren an der Aare, Diessbach bei Büren und Pieterlen und Meinisberg arbeiten seit einigen Jahren in einem gemeinsamen Projekt, um auszuloten, wie sie in Zukunft stärker regional zusammenarbeiten können. Die Projektgruppe, welches dieses Mandat im Auftrag der drei Partnergemeinden bearbeitet, hat am vergangenen Dienstag, den 23. Januar 2018 die drei Kirchgemeinderäte und die Pfarrpersonen zu einem Dialogabend eingeladen, um sich gegenseitig besser kennenzulernen und anhand der Erfahrungen von andern Kirchgemeinden aus dem Kanton Bern zu schauen, wie nächste Schritte für eine weitere Zusammenarbeit aussehen könnten.

Als Gast begrüssten die drei Kirchgemeinden Martin Koelbing, den Verantwortlichen für Kirchenfragen im Kanton Bern. Im Interview mit dem Leiter der Regiogruppe Matti Straub-Fischer, erzählte Martin Koelbing wie sich andere Kirchgemeinden im Kanton für neue Kooperationen zusammengefunden haben und nun erfreuliche Resultate vorzuweisen haben.

Beispielsweise im Oberhasli im Berner Oberland haben sich vier Kirchgemeinden zusammengetan, um ihre verschiedenen Bedürfnisse und Engpässe als jeweils relative kleine Gemeinden besser auszugleichen. So hat sich dank einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den Pfarrpersonen der Pikettdienst als grosse Erleichterung für die Pfarrpersonen herausgestellt, so dass diese Stellen auch in Zukunft attraktiv sein werden, weil nicht einfach eine Präsenz rund um die Uhr verlangt wird. Gleichzeitig haben die Gemeinden die Erfahrung gemacht, dass sie nun mehr von den Stärken der einzelnen Mitarbeitenden profitieren können, zum Beispiel im Konfirmandenuntericht oder in der Arbeit mit älteren Menschen. Aber auch in der Kommunikation und bis hin zum grafischen Design der Ausschreibungen für Anlässe hat sich die Zusammenarbeit gelohnt. Diese regionale Zusammenarbeit wirkte sich als Motivationsschub auf allen Ebenen aus.

Was heisst das nun für die Zusammenarbeit in unserer Region? Aus der Sicht von Martin Koelbing ist es eine grosse Stärke, dass die drei Kirchgemeinden diese Zusammenarbeit von sich aus angegangen sind, ohne dass bereits Druck vom Kanton oder von anderer Seite entstanden sei. Denn wer früh anfängt mit solchen Kooperationen wird die entstandene Tanzfläche auch wirksam nutzen können.

Es geht bei diesem Zusammenarbeiten auch nicht primär nur um eine finanzielle Erleichterung, sondern vor allem darum, dass die Angebote und Dienstleistungen der drei Kirchgemeinden, seien es regionale Angebote oder die Angebote der einzelnen Kirchgemeinden, qualitativ stark sind und wachsen können und gleichzeitig, besser kommuniziert und damit auch genutzt werden.

Die Stimmung im Saal war engagiert und erwartungsvoll. Die informellen Gespräche während des Apéros und dann auch die Voten in der Abschlussrunde zeigten, dass das Interesse am Austausch und an stärkerer gemeinsamer Zusammenarbeit insgesamt und auch in den konkreten Ressorts der Kirchgemeinderäte und mit Mitarbeitenden gross ist und regelmässige Austauschtreffen zur Stärkung der Zusammenarbeit erwünscht sind.

Offene Fragen:

Wie habt ihr selber den Abend erlebt?

Wann soll ein nächster Austauschanlass stattfinden? Lieber noch im Mai / Juni oder erst nach der Sommerpause im September / Oktober?

Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und Anregungen!


Mit Herzlichen Grüssen, für die Projektgruppe

Monika van Seeters, Georg Podolak, Ueli Burkhalter und Matti Straub-Fischer


Dialogabend Busswil
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Fotograf/-in Matti Straub
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03.03.2018 17.26 Peter Schneider
Regionale Zusammenarbeit ist ok. Dabei sollten nicht die Organisationen und Strukturen im Vordergrund stehen, sondern die Gemeindeglieder. Ihre Bedürfnisse sollten erkannt werden um feststellen zu können, was heute ihre Anliegen sind. Was bedrückt die Leute? Was fehlt ihnen in der jetzigen Lebenssituation? Hier gibt es offene Fragen, die zu klären sind und entsprechende regionale kirchliche Handlungsweise wäre angebracht. Gehören auch solche Erkenntnisse in das neue Gedankengut? Ja, die Hoffnung besteht.
08.02.2018 09.20 Paul Wyssenbach
Betreffend eines nst. Treffen sehe ich auch den Zeitpunkt im Herbst 2018 resp. nach den Herbstferien.
Als Idee würde ich vorschlagen; Eine gemeinsame Begrüssung und Beginn und danach verschiedene Tische und Räume, wo sich die jeweiligen Ressortverantwortlichen zusammen setzen können.
(Beispiel: Finanzen/OeMe/KUW/Diakonie/Bau und Unterhalt/Präsidium etc.)
06.02.2018 19.32 Brigitte Bieri KGR Diessbach
Für mich war der Abend spannend und informativ.Durch die Erfahrungen von Martin Koelbing konnten wir uns ein Bild machen von anderen Kirchgemeinden,wie bei Ihnen regionale Zusammenarbeit funktioniert oder auch erst am entstehen ist.Für das nächste Treffen finde ich wäre der September oder Oktober früh genug.Dann würde ich mich gerne mit den Ressortverantwortlichen KUW austauschen.
Bereitgestellt: 29.01.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch